Wenn Ärzte einen folgenschweren Fehler begehen ...



Ärzte heilen unsere Krankheiten und
können Leben retten. Doch wie jedem
anderen Menschen auch, können ihnen
Fehler unterlaufen. Für die Patienten
ist es wichtig, daß diese Fehler
anschließend eingestanden werden.

Wenn Patienten durch Behandlungsfehler von Ärzten bleibender Schaden zugefügt wird, stehen sie meist allein mit ihren Schmerzen, Gedanken und Gefühlen da. Sie erhalten keinerlei Unterstützung, Hilfe oder Schadensersatz. Unter der Internetadresse "www.behandlungsfehler-arztpfusch.de" und
"www. geburtsschaden.de" erhalten diese Menschen wertvolle Hilfe.

Betroffene haben sich eine gemeinsame Plattform geschaffen, um ihre Ängste und Gefühle auszutauschen und sich gegenseitig wertvolle Tips zu geben. „Wir sind alle nur Menschen, und Menschen machen Fehler! Ärzte leider auch!" heißt es in einem Eintrag. Erschütternd zeigen diese Internetseiten, daß nicht alle Ärzte für ihre Fehler geradestehen.
Bei vielen Geschädigten kommen Schwierigkeiten dazu, wie endlose Auseinandersetzungen mit Behörden. Einige nehmen den Kampf auf, um zivil- oder strafrechtlich zu ihrem Recht zu gelangen. Es ist ein langer, zermürbender Kampf, denn der unwissende und geschädigte Patient muß dem wissenden Arzt den Fehler nachweisen.
Die Gruppe im Internet versucht nun, anderen Betroffenen Ratschläge und Hilfen zu geben oder hört ihnen einfach nur zu.
Fehldiagnosen, Kunstfehler - und wo bleibt das Patientenrecht?


Unzählige Untersuchungen und Gutachten
müssen die Patienten über sich ergehen
lassen, wenn sie einen Rechtsstreit beginnen.
Die Patienten müssen dem Arzt den Fehler nachweisen.

Der Begründer der Internetplattform www.behandlungsfehler-arztpfusch.de nennt sich „Mike“.
1997 erlitt seine Frau während eines stationären Klinikaufenthalts in der 23. Schwangerschaftswoche eine Fehlgeburt. Einige Tage später wurde sie nach Hause entlassen – trotz starker Bauchschmerzen. Es folgte ein körperlicher Zusammenbruch mit Sehverlust, Lähmung und Schock und die Rückkehr in die Klinik per Notarztwagen. Hier diagnostizierte ein Professor trotz stark unnormaler Blutwerte eine Wochenbettpsychose und überwies die Frau in eine Nervenklinik, wo vier Tage später ein ausgeprägtes Dünndarmgangrän mit Sepsis und Multiorganversagen festgestellt wurde. Es folgten sechs Wochen Koma, zahlreiche Operationen, 230 Arzttermine in zweieinhalb Jahren. Frau K. war zu 90 % schwerbehindert. Sie verstarb am 10. Oktober 2000 an den Folgen der schweren Erkrankungen.
Herr K. begann daraufhin einen Kampf gegen Windmühlen. Gutachter, Ärzte, Anwälte und Gerichte beschäftigen sich jetzt mit dem Leiden und dem Tod der Frau. Herr K. sammelte bisher unzählige Erfahrungen mit Versicherungen, Ämtern, Ärzten und Kliniken. „Diese Erfahrungen sind sehr wertvoll“, erklärt er. Sie werden nun den Nutzern der Internetseite kostenlos zur Verfügung gestellt.
In einem 10-Punkte-Programm fordert "Mike" überdies eine Änderung der Umgangsweise mit Medizingeschädigten, wie z.B. "Die Beweislastumkehr! Der Arzt muß seine Unschuld beweisen und nicht der Patient die Schuld des Arztes!" oder "Verschleppen, taktieren und mürbe machen über viele Jahre hinaus muß zu Gunsten der Geschädigten unterbunden werden!"

Wenn Sie keinen Internetzugang haben, können Sie sich mit einer kurzen Beschreibung Ihres Falles und entsprechenden Fragen an folgende Adresse wenden:
Anke & Mike
Postfach 1223
98557 Oberhof
Bitte legen Sie für die Antwort einen frankierten Rückumschlag bei.


Herr Müller (Name von der Redaktion geändert) aus dem Landkreis Miltenberg schildert seine Erfahrungen mit Ärztefehlern und mit der Internetplattform www.behandlungsfehler-arztpfusch.de
NEWS-Verlag: Wie haben Sie von dieser Internetadresse erfahren?
Herr Müller: Ich bin bereits zweimal durch Ärztefehler zu Schaden gekommen - möchte aber hier noch keine Details oder Namen nennen, da ich mich mitten im Rechtsstreit befinde.
Ich habe mich mit den Notgemeinschaften für Medizingeschädigte in Schweinfurt in Verbindung gesetzt und las dort einen Zeitungsartikel mit dieser Adresse.
NEWS-Verlag: Welche Hilfe haben Sie erhalten?
Herr Müller: Ich habe meinen Fall geschildert und habe daraufhin viele Zuschriften bekommen von Leuten, die den gleichen Fall hatten. Dadurch habe ich viele nützliche Adressen gefunden. Dabei kam ich an gute Stellen und Krankenhäuser, wo mir geholfen wurde und wo sachliche Untersuchungen gemacht wurden.
Auch ich konnte bereits einer Frau einen wertvollen Tip geben. Diese Frau konnte nach einer Operation ihr Handgelenk nicht mehr bewegen. Die Ärzte hatten ihr von weiteren Operationen abgeraten. Ich habe ihr eine Klinik in Wiesbaden empfohlen. Dort hat sie sich dann operieren lassen, heute kann sie ihr Handgelenk wieder bewegen.
NEWS-Verlag: Haben Sie überhaupt noch Vertrauen zu Ärzten?
Herr Müller: Man kann nicht alle Ärzte über einen Kamm scheren, aber die Ärzte sollten zu ihren Fehlern stehen. Meistens wird ein Behandlungsfehler als Schicksal bezeichnet. Und die Ärzte finden meistens doch etwas, womit sie sich rausreden.
Auch andere Ärzte sagen immer, "das hätte nicht passieren dürfen" - Und vor Gericht stehen sie nicht mehr zu ihrer Aussage.
Der Patient muß sehen, wie er damit fertig wird. Die Folgen sind: viele Arzttermine, viele Einschränkungen, ein großer Zeitaufwand, Kosten für Fahrten und Behandlungen, Arbeitseinschränkungen und bei manchen kommt es sogar zum Arbeitsplatzverlust.
NEWS-Verlag: Wir danken Ihnen für das Gespräch und wünschen Ihnen gute Besserung sowie Erfolg in Ihrem anstehenden Rechtsstreit.

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