Collenberg

Collenberg mit seinen drei Ortsteilen Fechenbach, Reistenhausen und Kirschfurt liegt in einer sehr reizvollen Landschaft zwischen Main und Spessart.
Collenberg kann auf eine interessante Vergangenheit zurückblicken. Denn hier hatten Adelsfamilien ihren Sitz, wie die Freiherren von Fechenbach (1214 - 1324), der Freiherren von Grumbach (1324 - 1450), der Freiherren von Reigersberg (1634 - 1842) und der Rüdt von Collenberg (1450 - 1634).
Außerhalb des Ortes liegt die Ruine der Kollenburg, die nach 1750 verfiel, nachdem die Grafen von Reigersberg in Fechenbach das Schloß umbauten, um von der Burg hierher überzusiedeln.
Der Ortsteil Kirschfurt soll 1479 auf Geheiß von Graf Johann III. von Wertheim abgebrochen worden sein. Erst auf Betreiben des Hochstifts Würzburg entstanden ab 1803 wieder vier Höfe, die heute das Zentrum von Kirschfurt bilden.
Vor allem aus dem engen Freudenberg siedelten bis in die Neuzeit viele Einwohner über, bzw. heirateten nach Kirschfurt. Politisch zu Bayern und dem 4 km entfernten Collenberg gehörend, ist man durch den kurzen Brückenweg und die vielen verwandtschaftlichen Beziehungen wirtschaftlich kulturell und kirchlich sehr stark mit Freudenberg verbunden.

Ruine Kollenburg
Erbaut wurde die 1214 erstmals genannte Kollenburg von Walter von Schüpf, der sich auch Walter de Colbo nannte. Nach dem Tod des Schenken Walter von Clingenburg übernahmen die Rüdt die Kollenburg. Sie hatten viele Verbindungen und großen Einfluß im weiten Umkreis, vor allem in Klingenberg und im Raum Rüdenau/Weckbach.
Teile des Wohngebäudes mit Treppentürmen aus dem 14. bis 16. Jahrhundert sind ebenso noch erhalten, wie die Ringmauer (16. bis 17. Jahrhundert) mit quadratischen Türmen und dem Torbogen von 1589.
Zunächst als Lehen des Deutschen Ordens, später als Mainzer Lehen, hatte das Geschlecht der Rüdt die Burg seit dem Ende des 13. Jahrhunderts in Besitz. 1635 starben die Rüdt aus, die Burg wurde Amtssitz und später Jägerwohnung. Zu dieser Zeit dürfte auch der Zerfall des Bauwerks begonnen haben.

Katholische Kirche
Die Katholische Kirche ist ein im Jahr 1732 errichteter Barockbau. Auf dem Hochaltar befindet sich ein stilvoller Tabernakel aus der Zeit des Rokoko.
Ein Unikat aus Sandsteintafeln stellt der Fechenbacher Kreuzweg mit 15 Stationen nach alttestamentlichen Vorbildern dar. Am Pfarrhaus ist eine sehr schöne Sandsteinmadonna (um 1400) zu sehen.

Fechenbacher Schloß
Das Schloß in Fechenbach, ein zweigeschossiger Rokokobau mit Mittelpavillon stammt aus der Mitte des 18. Jahrhunderts. Es wurde für die Familie von Reigersberg errichtet. Der Bau weist eine für diese Gegend bemerkenswerte Besonderheit auf: er entspricht eher der klassizistischen rheinischen Art und nicht dem Würzburger Rokoko.
Sehenswert ist der Judenfriedhof in Reistenhausen.

Karte

Infos

Einwohner: 2.863

Stadtteile:
Fechenbach, Reistenhausen, Kirschfurt

Information:
Gemeindeverwaltung
Kirchplatz 2
97903 Collenberg

Telefon: 09376 / 9710-0
Telefax: 09376 / 9710-20
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