Dorfprozelten
Das älteste der drei Prozelten am unterfränkischen Main soll von Fischern gegründet worden sein. Für die umliegenden Siedlungen bildete Dorfprozelten die Urpfarrei.
Der Ort wechselte öfter seine Besitzer. In den Anfangszeiten gehörte er zu den Besitzungen der Herren von Clingenburg, Prozelten und Wertheim. Herrscher waren ab 1274 die Grafen von Wertheim, ab 1373 der Deutsche Orden, ab 1483 das Kurfürstentum Mainz.
Wichtiger Erwerbszweig war bis ins vergangene Jahrhundert die Sandsteinindustrie. Eine wichtige Rolle nahm daneben um 1350 der Weinbau ein. Noch heute wird auf einer Fläche von 18 ha Weinbau betrieben. Viele Freunde hat der "Predigtstuhl", der an sonnenverwöhnten Hängen wächst.
Mit dem Abbau des Buntsandsteins nahm auch die Bedeutung der Schiffahrt zu. Nach der Jahrhundertwende war der Ort einer der wichtigsten Binnenschifferorte in Deutschland.
Katholische Kirche
Sehenswert ist die Katholische Kirche. Diese neuromanische Basilika aus dem Jahr 1901, die dem heiligen Vitus geweiht ist, enthält unter anderem eine Sakramentsnische aus der Mitte des 15. Jahrhunderts sowie zwei sehr beachtliche Holzfiguren (um 1485) .
