Wald-Michelbach
Mitten im Naturpark Bergstraße-Odenwald liegt Wald-Michelbach mit seiner reizvollen Kerngemeinde und den charakteristischen Ortsteilen. Es ist harmonisch eingebettet in eine herrliche Mittelgebirgslandschaft. Hier findet der Erholungssuchende von ländlicher Beschaulichkeit bis zu kleinstädtischer Attraktivität alles, was ihn neue Kraft schöpfen und den alltäglichen Stress vergessen lässt.
Erstmals urkundlich erwähnt wurde Wald-Michelbach im Jahr 1238. Bereits im 11. Jahrhundert hatten Mönche des Klosters Lorsch hier eine Waldhufensiedlung gegründet. Schon früh hatte der Ort für die umliegenden Gemeinden Mittelpunktfunktion und erhielt das Marktrecht.
Sehr schön ist das Glockenspiel im neuen Rathaus, das täglich um 9, 12 und 17 Uhr zu hören ist.
Im 18. Jahrhundert existierte hier eine Papiermühle, in der alten Berichten zufolge das beste Papier der Pfalz hergestellt wurde.
Frei von Industrieabgasen lässt der reizvolle Luftkurort Siedelsbrunn, Ortsteil von Wald-Michelbach, den Gast in etwa 500 Metern Höhe im Sommer wie im Winter klare Luft atmen.
Weitläufige Wiesentäler und waldreiche Höhenzüge bieten herrliche Aussichten. Lehrpfade im gesamten Gemeindegebiet informieren über den Überwald und seine Bewohner.
Das Alte Rathaus aus dem Jahr 1594 ist das Wahrzeichen Wald-Michelbachs. In dem herrlichen Fachwerkbau tagte einst das Zentgericht. Heute befindet sich darin das Überwälder Heimatmuseum. Es ist ein Regionalmuseum für das obere und mittlere Ulfenbachtal.
Dem Feriengast bietet Wald-Michelbach außerdem ein abwechslungsreiches Programm von traditionellen Volksfesten, Kurkonzerten, Lichtbildervorträgen und Heimatabenden.
Die evangelische Kirche in Wald-Michelbach ist baugeschichtlich im Zusammenhang mit der ehemaligen Kirchenburg zu sehen. Jüngsten Datums ist das barocke Kirchenschiff, das 1755 fertig gestellt war und die Nachfolge eines kleinen gotischen Baus antrat. Ältester Teil der Anlage ist der heute als Glockenturm genutzte Kirchturm mit seinem mächtigen Mauerwerk.
Die katholische Pfarrkirche St. Laurentius zu Wald-Michelbach wurde 1735-38 nach Plänen des Mainzer Baumeisters Kaspar Valerius gebaut. Sehenswert ist vor allem der barocke Hochaltar.
Ein interessantes Gebäude mit historischer Bedeutung ist das so genannte Hammer-Schlösschen (Neckarstraße 29) am Ulfenbach in Unter-Wald-Michelbach.
Es wurde in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts errichtet. Der Hauptbau, zu dem man durch eine Toreinfahrt mit interessantem Rundbogen gelangt, besitzt einen sehr schönen sechseckigen Treppenturm.
Die Katholische Pfarrkirche St. Johannes Baptist in der Ortsmitte von Unter-Schönmattenwag entstand ab 1775 nach Plänen des Mainzer Architekten Jakob Schneider an der Stelle einer früheren Marienkapelle. Von ihr stammt noch der Chorturm hinter der Kirche, der im Zuge des Neubaus aufgestockt und mit seiner markanten Zwiebelhaube versehen wurde.
Besucherstollen der ehemaligen Grube „Ludwig“
Der Stollen der ehemaligen Manganerz-grube ist auf eine Tiefe von 100 m zu befahren. Im Stollen befindet sich eine Sammlung alter Werkzeuge und Mineralien. Im Bereich des Stollens sind noch das Rückhaltebecken für die Erzwäsche und die Pingen zu sehen.
