Weilbach

Auf einem herrlichen Fleckchen Erde, mitten im bayerischen Odenwald, eingebettet in den idyllischen Tälern der Mud, des Ohrnbachs, des Weilbachs und Gönz, liegt der Markt Weilbach. Mit seinen fünf Ortsteilen Weckbach, Gönz, Reuenthal, Wiesenthal und Ohrnbach bietet die Marktgemeinde ideale Bedingungen für einen erholsamen Urlaub, ohne auf Abwechslung verzichten zu müssen. Eine intakte Natur und bäuerliche Landwirtschaft prägen den charmanten Charakter der Gegend.
Mit seinen optimalen Verkehrsanbindungen ideal gelegen, bietet sich Weilbach als Ausgangspunkt für Ausflüge geradezu an. Fast nur einen Steinwurf entfernt gelangt der Besucher von Weilbach schnell nach Amorbach oder Walldürn. Auch das Maintal mit Miltenberg und Wertheim sind von hier aus mit dem Auto oder der Bahn schnell und bequem zu erreichen. Mitten ins Herz des Odenwaldes führt die gut ausgebaute B 47 oder die romantische Strecke durch das Ohrnbachtal.
Erstmals wurde Weilbach, wie auch die früher selbständige Gemeinde Weckbach, im 13. Jahrhundert urkundlich erwähnt, wenn auch das Alter von Weilbach unbekannt ist. Beim Übergang der Stadt Amorbach an den Erzbischof von Mainz wurde das Rückkaufrecht für den wahrscheinlich verpfändeten Ort von den Edelherren von Dürn verkauft. Bis zur Säkularisation verblieb Weilbach im Mainzer Kurstaat. Bereits um 1450 wurde eine Kirche erwähnt, an deren Stelle heute die katholische Pfarrkirche steht. Die mit einem imposanten Treppenaufgang versehene Pfarrkirche St. Johannes ante Portiam Latinam wurde 1789 von dem Miltenberger Baumeister Adam Joseph Becker errichtet. Zu ihr führt eine Freitreppe hinauf. In klassizistischem Stil gearbeitet ist die Kanzel aus dem Jahre 1789. Aus dem 15. Jahrhundert stammen zwei gotische Holzfiguren. Eine weitere historische Attraktion findet sich in der Dorfmitte. Hier steht der Dreiröhrenbrunnen mit barockem Relief.
Wer Weilbach in nördlicher Richtung verläßt, blickt auf die 1585 vom Mainzischen Hofbaumeister Ambrosius Brosamer umgebaute Mühle mit ihrem beeindruckenden Renaissancegiebel. Dreimal täglich erklingt am Rathaus ein Glockenspiel von 24 Glocken. Im Dezember 1991 wurde das Glockenspiel auf Initiative des Aktionskreises "Weilbacher Glockenspiel" eingerichtet. Zu hören ist die musikalische Attraktion täglich um 9.10. Uhr, 12.10 Uhr und 18.10 Uhr. Auf Wunsch läuten die Glocken auch bei bestimmten feierlichen Anlässen.
Spuren des Industriezeitalters finden sich mit dem 1822 erbauten Eisenwerk.
Haupterwerb war neben der Eisenindustrie lange Zeit vor allem der Weinbau. Der angebaute Riesling galt als guter Weißwein, der, wie der Dorfschultheiß versicherte, "ungeschönt und ungefärbt" zu den Konsumenten gelangte. Heute wird der Weinanbau in Weilbach lediglich noch von einigen Hobbywinzern betrieben.
Ganz in der Nähe von Weilbach liegt der Golfplatz Gut Sansenhof. Der Platz hat eine 9-Loch Anlage Par 54, einen 18-Loch-Meisterschaftsplatz Par 72 sowie eine Driving Range. Hier werden für Interessenten gerne Schnupperkurse angeboten. Tel: 09373-4503.
Abseits der Hauptstrecke schlummert im verwunschen Ohrnbachtal das Dörfchen Weckbach. Ruhe und Erholung sind hier ebenso zu Hause wie geschichtliche Attraktionen, mit denen man aufwarten kann. Im Dreißigjährigen Krieg verfallen ist ein Burganwesen, das man in der Nähe des Gasthofs "Rose" vermutet. Mit der Burganlage wollten die Edelherren von Dürn ihren Herrschaftsbereich in Richtung Westen absichern.
1450 regierten dann die Wörther Herren von Erlbach unter deren Herrschaft 1485 die katholische Wolfgangskapelle errichtet wurde. In ihr sind Schnitzarbeiten der Spätgotik, eine Madonna (um 1480), die Heiligen Wendelin und Wolfgang (um 1450) sowie ein Kruzifix aus dem 16. Jahrhundert zu sehen.

Karte

Infos

Einwohner: 2.341

Stadtteile:
Weckbach, Gönz, Reuenthal, Wiesenthal, Ohrnbach

Information:
Marktverwaltung
Hauptstraße 59
63937 Weilbach
Tel. (09373) 9719-0, Fax (09373) 97190-10

Öffnungszeiten:
Mo. -Fr. 8 - 12 Uhr und Mo.-Mi. 14 - 16.30
Uhr, Do. 14 - 18 Uhr
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